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Karabiner K-31 Jagd

Schleifen und Einölen

Um den Schaft so glatt und seidig glänzend zu erhalten, bedarf es sehr viel Schleifarbeit. Die dabei verwendeten Werkzeuge waren eine Vibrations-Schleifmaschine, verschiedene grobe bis feine Holzfeilen und Schleifpapier. Die Körnungen des Schleifpapiers waren 80er, 120er, 200er, 300er bis 600er. Nach jedem Schleifdurchgang habe ich den Schaft mit einem nassen Fetzen Stoff eingerieben. Dabei werden dann die „Holzhaare“ aufgerichtet. Dann kann man sie mit dem nächst feineren Schleifpapier abziehen. Dieses Einreiben des Schaftes wiederholt man, bis man mit dem 600er Schleifpapier wirklich alles glatt geschliffen hat. Viele Leute verwenden auch die Stahlwolle 000, die sich sehr gut eignet. Ich habe sie aber für meinen Schaft nicht verwendet.

Die ventilierte Schaftkappe habe ich angeschraubt, die Form abgezeichnet und mit einer Stahlsäge herausgesägt. Danach habe ich mit der Schleifmaschine und 120er Papier die Rundungen abgeschliffen, geputzt und an den Schaft mittels vorgebohrten Löchern angeschraubt. Der letzte Schritt war das Einölen des Schaftes. Das Produkt „Schaftol“ extra Dunkel www.kaehny.de/pflege/pflege.htm hat mir besonders gefallen. Diesen Vorgang habe ich drei Mal wiederholt. Zwischen den Einölvorgängen muss der Schaft am besten bei Zimmertemperatur getrocknet werden. So verhindert man, dass der Schaft sich verzieht. Einer der letzten Schritte war das Zusammenbauen des Gewehres. Die Vorderschafts-Schraube konnte ich verwenden. Für die Schraube am Pistolengriff musste ich eine neue Schraube nehmen, da ich sie kürzen musste. Die Original Schraube wollte ich nicht zerstückeln. Der große Augenblick war da. Ist der Lauf frei schwingend? Passte alles? Nach mehrmaligem Nachschleifen und kleinen Korrekturen an der Systembettung passte der Lauf perfekt.

 

Monte Carlo-Schaft mit Bayrischer Backe...

Zur Überprüfung der freien Laufschwingung nahm ich eine hundert Schweizer Franken Note und wickelte sie um den Lauf. Ich konnte die Note bis zur Visierschiene ohne Widerstand durchziehen. Phantastisch – der Lauf ist absolut ohne Kontakt mit dem Schaft.

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