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Die
Jagd in Afrika
Die Jagd in Afrika
ist anders als in Europa...
Und nun möchte
ich noch weitere Erfahrungen loswerden, die wir während unserer
afrikanischen Jagd gemacht haben. Die Ausrüstung, die wir mitgenommen
hatten, war ausreichend Afrikatauglich. Das einzige, dass Frank
beanstandete war mein Schuhwerk. Mit dem quietschenden Geräusch konnte er
sich gar nicht anfreunden. Er empfahl uns weiche Pirsch-Stiefel aus
Kudu-Leder.
Die Angewohnheit des Graubündner Jägers, das Wild zuerst mit dem Fernglas
anzusprechen ist in Afrika nicht nötig. Der professionelle Jagdführer
entscheidet, ob die Trophäe stark genug ist und für den Abschuss
freigegeben wird oder nicht. Diese Zeit erspart man lieber, indem man sich
für den Schuss vorbereitet. Ich hatte zwei Mal eine sehr gute Gelegenheit
verpasst, indem ich aus Gewohnheit für das Ansprechen das Leica zuerst
Glas nahm. Man sollte lieber das Zielfernrohr für das Ansprechen
verwenden. Dabei erspart man mehr als 15 Sekunden Zeit. Dieser
Zeitvorsprung ist absolut entscheidend für den Erfolg oder eben
Misserfolg.
Die Afrikanische Sonne ist sehr stark. In Namibia befindet man sich immer
auf einer Höhe von über 1500 Metern über Meer. Die Sonneneinstrahlung
ist auch im Winter extrem. Sonnenschutz Creme und breitkrempiger Hut sind
obligatorisch. Eine gute Sonnenbrille leistet in dieser grellen Beleuchtung
ebenfalls gute Dienste. Beim Schiessen sollte man diese aber abziehen.
Sonnenuntergang in
Afrika...
Übrigens das Schiessen. Ein
Kapitel für sich. Ganz, ganz wichtig ist es, dass man die Waffe im Schlafe
beherrscht! Jede Manipulation muss sitzen. Alles andere ist gefährlich.
Das sichere Abkommen und das sichere Treffen der tödlichen Zone sind
ebenso wichtig, wie die richtige Wahl des Waffenkalibers und des
Geschosses. Auf jeden Fall keine RWS KS-Geschosse verwenden. Wir hatten
das Vergnügen, ein Kegelspitz-Geschoss von RWS im Kaliber. 300 H&H
Magnum zu "bewundern". Das Tier wurde auf ca. 100 Meter beschossen, das Geschoss zerlegte sich in mehreren Duzend
Splitter, ohne die erforderliche Tiefenwirkung zu erzielen. Frank verbietet die Benutzung
der RWS Kegelspitz-Geschosse auf seiner Jagdfarm. Das Kaliber sollte im Minimum
die .30-06 Springfield sein. Es ist besser angeraten, dickere und langsamere Kaliber
zu verwenden. Das Graubündner Kaliber ist ideal, sofern die Distanzen nicht
jenseits der 100-Meter-Marke sind. Die normalen Schuss Distanzen betragen zwischen
wenigen Metern bis zu maximal 100 Metern. Der Afrikanische Busch lässt
manchmal auch weitere Schüsse zu, aber diese kommen eher selten
vor. Meine Erfahrungen waren allesamt zwischen vierzig und achtzig
Metern. Die idealen Geschoss-Gewichte sind diejenigen zwischen 180 Grains und
300 Grains. Die Geschoss-Geschwindigkeit soll zwischen 700 und 900 Meter in der
Sekunde sein. Die hochrasanten Kaliber wie die 7mm Remington Magnum
oder dergleichen in Kombination mit einfachen Teilmantel-Geschossen mit weichem Bleikern haben
auf afrikanisches Wild nichts zu suchen! Diese Geschosse haben einfach
nicht die notwendige Durchschlagskraft. Geschosskonstruktionen wie die Swift A-Frame, Barnes-X,
Barnes-TSX, Blaser CDP, Nosler-Partitions, Gian-Marchet oder anderen Solids sind da
prädestiniert, insbesondere für die Hochrasanz-Kaliber wie die .300 Winchester
Magnum, .300 Weatherby Magnum (welche ich selbst erfolgreich führe),
7mm Remington Magnum ect. sind dann sinnvoll mit den oben genannten soliden
Geschosskonstruktionen. Dann kann man einen Schuss auf über 200 m
sicherlich wagen und weidgerecht antragen.
Jagdgesetz in Namibia Jagdzeiten: Die Trophäenjagd ist vom 1. Februar bis
zum 30. November möglich. Im Dezember und Januar ruht die Jagd. Der
Februar kann noch in die Regenzeit fallen, im November kann es schon sehr
heiß sein.
Jagdführung: Die Jagd darf ausschließlich nur in Begleitung eines
registrierten Jagdführers, Meisterjagdführer oder Berufsjägers erfolgen.
Ansitz oder Jagd mit nur in Begleitung eines Mitarbeiters o.ä. ist nicht
erlaubt und strafbar!! Jagdführer (JF) dürfen nur auf der/den eigenen,
als Jagdfarm registrierten Farm/en zur Jagd führen. Meisterjagdführer (MJF)
dürfen nur auf der/den eigenen registriertem Farm/en und auf zwei weiteren
registrierten Jagdfarmen zur Jagd führen. Berufsjäger (BJ) dürfen auf
allen Farmen, sofern sie die schriftliche Zustimmung des Grundeigentümer
haben, zur Jagd führen unabhängig davon ob es eine registrierte Jagdfarm
ist oder nicht. Berufsjäger mit Großwild Lizenz. Nur diese Berufsjäger dürfen
Gäste auf Elefant, Nashorn, Büffel und Löwe führen. Bogenjagd. Nur
Jagdführer / Meisterjagdführer / Berufsjäger mit einer gültigen
Bogenjagdlizenz dürfen Bogenjagd anbieten und Bogenjäger führen.
Jagderlaubnis: Eine Jagd darf nur erfolgen wenn der JF / MJF / BJ eine gültige
Jagderlaubnis (Trophäenjagd Permit) bei der Naturschutzbehörde vor
Jagdbeginn herausgenommen hat. Für Gepard und Leopard muß eine zusätzliche
Jagderlaubnis vor Jagdbeginn vorhanden sein.
Flugwild: Jeder Jagdgast darf während der Jagd je zwei Stück der
jagdbaren Vogelarten erlegen die auf sein Trophäen Permit eingetragen
werden. Während der offiziellen "Vogeljagdzeit" sind mehr der
einzelnen Arten erlaubt.
Gäste: Ein Jagdführer, Meisterjagdführer und Berufsjäger darf nur zwei
Jagdgäste gleichzeitig zur Jagd führen. Ein Jagdgast "ist auf
Jagd" wenn er eine Waffe im Jagdgebiet führt.
Waffe: Mindestkaliber 7 mm. Mindest Energie ( Eo) :
Auf Antilopen u.ä. sind keine Vollmantel und
"Solid" Geschosse erlaubt. !! Es sind keine Kurzwaffen und
automatische Waffen erlaubt !!
Trophäen: Jeder Jagdgast darf pro Jahr nur zwei Tiere einer Art erlegen,
ungeachtet ob er die Trophäen mitnehmen will oder nicht. Zuwiderhandlungen
werden streng bestraft! Alle Trophäen müssen die vorgeschriebene
Mindestpunktzahl der Trophäenqualität erreichen die auf unserer Web-Seite
Vermessungs-Methoden
aufgelistet sind. (Ausnahmen sind nur
bei alten, zurückgesetzten und stark abnormen Trophäen erlaubt).
Trophäen Ausfuhr: Alle Trophäen, die in die EU das Land verlassen, müssen
nach EU Vorschriften gereinigt sein, Felle haben 14 Tage Trocknungszeit zur
Auflage.
Im übrigen
verweise ich auf eine Brochüre,
welche die faire Jagd in Namibia vortrefflich beschreibt. Fair
Chase in Namibia
- pdf.Datei (102kb)
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